Volles Haus im Landtag beim Forum zur Schulentwicklung

Veröffentlicht am 27.07.2011 in Ortsverein

Volles Haus im Landtag: Mehr als 400 Eltern, Lehrer und Schulleiter füllten beim Forum Schulentwicklung der SPD-Landtagsfraktion den Plenarsaal. Dabei bekräftigte Fraktionschef Claus Schmiedel die Absicht von Grün-Rot, die Bildungspolitik zu einem Schwerpunkt der Koalition zu machen. Dazu sind zusätzliche Ressourcen notwendig.

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer präzisierte erste Reformvorhaben in der Schulpolitik. So werde die verpflichtende Grundschulempfehlung durch eine Beratung ersetzt, an deren Ende die Eltern das letzte Wort haben sollen. Bis zum Schuljahr 2012/13 sollen die gesetzlichen Grundlagen für die neue Gemeinschaftsschule und G9-Züge am Gymnasium geschaffen werden. Werkrealschulen sollen künftig vollwertige Realschulabschlüsse anbieten können.

Viel Raum nahmen bei der Veranstaltung, bei der der Ortsverein Murr durch Kreis- und Gemeinderat Rainer Fröbel (Rektor der Erich Kästner Realschule Steinheim) vertreten war, die Fragen und Meinungen der Teilnehmer ein. Schon nach dem Vortrag der Kultusministerin wurde aus den zahlreichen Fragen des Publikums deutlich: grundsätzlich werden die Vorhaben begrüßt – Fragen und Anregungen gibt es zur Umsetzung.
Diese wurden ausführlich in den zwei Foren diskutiert. Staatssekretär Dr. Frank Mentrup widmete sich dem Gymnasium. Hier wird die grün-rote Landesregierung die Möglichkeit eröffnen einen G-9 Zug einzuführen. In der Diskussion sind dabei drei Modelle. Die Teilnehmer befürworteten mehrheitlich eine Entlastung der stark eingespannten der Unterstufe. Dies könnte man erreichen, in dem der Stoff der Schuljahre 5 und 6 im G-9 Zug auf drei Jahre gestreckt wird. Die restlichen Jahre könnten die Schüler gemeinsam unterrichtet werden.
Das Forum „Gemeinschaftsschule“ leitet Norbert Zeller, der diesen Bereich auch künftig im Kultusministerium übernimmt. Hier wird in Baden-Württemberg bald Neuland betreten. Entsprechend vielfältig waren die Fragen der Teilnehmer. Bislang steht Grundsätzliches fest: Gemeinschaftsschulen sollen bis zu 10ten Klasse gehen, bei ausreichender Schülerzahl kann im zweiten Schritt zusätzlich eine Oberstufe angeboten werden. Die Gemeinschaftsschulen sollen an eine Grundschule angeschlossen werden oder aus einer weiterführenden Schule entstehen. Gemeinschaftsschulen müssen leistungsstarke und sozialgerechte Schulen sein. Deshalb werden sie Ganztagsschulen. Auch der Unterricht muss sich verändern - hin zu mehr individueller Förderung. Damit das hohe Niveau der Schulen erhalten bleibt, wird es regelmäßige Leistungsvergleiche bei den Schulen geben. Norbert Zeller forderte die Teilnehmer des Forums auf zusammen mit Schulen, Schulträgern und Eltern jetzt tragfähige und passgenaue Konzepte für ihre Schulen zu entwickeln. Im nächsten Schritt können nach der Gesetzesänderung die ersten Gemeinschaftsschulen genehmigt werden. Viele der Eltern, Lehrer und Schulleiter werden dies sicher in Angriff nehmen.

 

Termine

Alle Termine öffnen.

07.05.2026, 15:00 Uhr Treffen der AG 60+

11.05.2026, 19:00 Uhr SPD Kreisverband LB, Vorstandssitzung

12.05.2026, 19:00 Uhr Treffen der ASF

Alle Termine

Jugend in der SPD