Murrer SPD bei der Anti-AKW-Demo am 4. Juli 2009

Veröffentlicht am 06.07.2009 in Ortsverein


Die Murrer Gruppe mit SPD-Bundestagskandidat Thorsten Majer, MdL Christine Rudolf, SPD-Energieexperte Hermann Scheer und dem Kreisvorsitzenden Wolfgang Stehmer/MdL

Über 1.000 Atomkraftgegner haben am Samstag, 4. Juli 2009, gegen das Atomkraftwerk Neckarwestheim demonstriert, auch eine Gruppe des SPD-Ortvereins Murr war mit dabei.
Im Mittelpunkt der Demonstration stand die Forderung nach einer Abschaltung des 1976 in Betrieb gegangenen Block I in Neckarwestheim. Die Veranstaltung war die größte in Neckarwestheim seit den Anti-Zwischenlagerdemonstrationen vor fast zehn Jahren. Als Hauptredner der Demonstration nahmen der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, Stromrebellin Ursula Sladek und Jürgen Trittin/Grüne teil. Mit von der Partie waren auch unsere SPD-Landtagsabgeordnete Christine Rudolf, SPD-Bundestagskandidat Thorsten Majer und Kreisvorsitzender Wolfgang Stehmer/MdL.


Doris Daniel, SPD-Bundestagskandidat Thorsten Majer, Andreas Aponte, Guido Seitz und Max Träger

Alle Redner betonten, dass die Nutzung der Atomenergie zur Stromgewinnung in vielfacher Hinsicht unverantwortlich sei. Das Unfallrisiko, die Gesundheitsschäden durch radioaktive Strahlung, der problematische Abbau der nahezu erschöpften Uranvorkommen und das unlösbare Atommüll-Problem würden das umgehende Ersetzen der Atomenergie durch erneuerbare Energien erfordern.


SPD-Bundestagsabgeordneter und Energieexperte Hermann Scheer

SPD-Energieexperte Hermann Scheer wandte sich gegen die „Koalition der Weitermacher“ und sprach auch die Sicherheit der Atomkraftwerke an. „Die Gefahr eines terroristischen Anschlags ist realistisch.“ Ungelöst sei außerdem das Problem, wo Atommüll gelagert werden soll. „Wir befinden uns in einem Wettlauf mit der Zeit“, warnte Scheer. Sichere Energieversorgung ist nur mit Erneuerbaren Energien möglich, deshalb raus aus der Atomenergie - rein in die Großprojekte mit Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme.


Stromrebellin Ursula Sladek

Ursula Sladek, die Geschäftsführerin des Ökostrom-Versorgers EWS Schönau sagte: „Atomenergie und erneuerbare Energien vertragen sich nicht.“ Jetzt müssten die Weichen gestellt werden: „Kämpft dafür bis zur Wahl.“ Die Nutzung der Atomenergie sei mit unkalkulierbaren Risiken verbunden und mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit nicht vereinbar. Zudem sei bis heute völlig ungeklärt, ob und wo radioaktive Abfälle jemals für Hunderttausende von Jahren sicher endgelagert werden können. Länge-re Laufzeiten für Atomkraftwerke würden die notwendige Energiewende umgehend blockieren, da die unflexible Erzeugung von Atomstrom mit der Bereitstellung Erneuerbarer Energien unvereinbar sei.

Jürgen Trittin von den Grünen bezeichnete das GKN als „technisches Fossil“ und berichtet von 400 Störfällen in 33 Jahren in diesem Meiler. Eine Revidierung des Atomausstiegs sei unverantwortlich, so Trittin weiter.

Für das musikalische Rahmenprogramm der Demo sorgten "Des Geyers Schwarzer Haufen":

 

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