Der 1. Mai wird als Internationaler Tag der Arbeiterbewegung in vielen Ländern gefeiert. In Deutschland wird er auch als Tag der Arbeit bezeichnet.
Der Ursprung des „Tages der Arbeit“ liegt in den USA. Dort fanden 1886 am ersten Tag des Monats Mai Arbeiterproteste und Massenstreiks statt, die die Polizei blutig niederschlug. Die Zweite Internationale, später in Sozialistische Internationale umbenannt, rief drei Jahre später zum Gedenken an die Opfer den 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ aus.
Am 1. Mai 1890 begingen Arbeiter weltweit zum ersten Mal diesen „Protest- und Gedenktag“ mit Streiks und Demonstrationen. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) forderte auf ihrem Hallenser Parteitag im Oktober 1890, den 1. Mai als dauerhaften „Feiertag der Arbeiter“ einzuführen.
Grundsätzliche Forderungen der frühen Arbeiterbewegungen waren das allgemeine Wahlrecht, die Freiheit der Vereinsbildung und Versammlung, die Koalitionsfreiheit und das Streikrecht. Zur Erreichung des generellen Ziels eines menschenwürdigen Daseins wurden Mindestlöhne durch Tarifvertrag oder staatliche Regelung, der "Achtstundentag", später die "Fünftagewoche", Arbeitsschutz, der Kündigungsschutz und die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit angestrebt.
Diese sozialpolitischen Errungenschaften wurden durch Wahlrechtsbewegungen, langwierige Streiks und Kollektivverhandlungen sowie öffentlichkeitswirksame Kampagnen Stück für Stück erkämpft. Die aktuellen Auseinandersetzungen um einen staatlich fixierten Mindestlohn zeigen, dass diese Forderungen teilweise leider immer noch oder wieder aktuell sind und eingefordert werden müssen.
Die diesjährigen Veranstaltungen zum 1. Mai stehen unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, soziale Sicherheit“. Zur „1. Mai Demo“ in Ludwigsburg mit Auftaktveranstaltung am Forum Ludwigsburg um 10:00 Uhr und Demonstrationszug ab 10:30 Uhr durch die Ludwigsburger Innenstadt zum Marktplatz mit anschließender Kundgebung und Marktplatzfest wird herzlich eingeladen!