1. Mai - "Tag der Arbeit"

Veröffentlicht am 29.04.2013 in Ortsverein

Viele von uns werden sicherlich am 1. Mai 2013 wandern, Fahrrad fahren, besuchen die eine oder andere „Maihocketse“ oder freuen sich einfach über einen freien Tag. Wir sollten uns aber auch jedes Jahr wieder den Anlass für diesen Feiertag in das Bewusstsein rufen.

Der Ursprung des „Tages der Arbeit“ liegt in den USA. Dort fanden 1886 am ersten Tag des Monats Mai Arbeiterproteste und Massenstreiks statt, die die Polizei blutig niederschlug. Die Zweite Internationale, später in Sozialistische Internationale umbenannt, rief drei Jahre später zum Gedenken an die Opfer den 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ aus. Am 1. Mai 1890 begingen Arbeiter weltweit zum ersten Mal diesen „Protest- und Gedenktag“ mit Streiks und Demonstrationen. Die SPD forderte im Oktober 1890, den 1. Mai als dauerhaften „Feiertag der Arbeiter“ einzuführen. Grundsätzliche Forderungen der frühen Arbeiterbewegungen waren das allgemeine Wahlrecht, die Freiheit der Vereinsbildung und Versammlung, die Koalitionsfreiheit und das Streikrecht. Zur Erreichung des generellen Ziels eines menschenwürdigen Daseins wurden Mindestlöhne durch Tarifvertrag oder staatliche Regelung, der "Achtstundentag", später die "Fünftagewoche", Arbeitsschutz, der Kündigungsschutz und die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit angestrebt. Die SPD wird in wenigen Wochen 150 Jahre alt. Gemeinsam mit den Gewerkschaften kämpfen wir seit dem 19. Jahrhundert für faire Löhne, Chancengerechtigkeit und gute und sichere Arbeitsbedingungen. Das sind unsere Ansprüche an eine solidarische und gerechte Gesellschaft und für diese muss auch heute nach wie vor noch gefochten werden. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen uns deshalb ein, für
  • den gesetzlichen Mindestlohn, flächendeckend, für alle – und mindestens 8,50 Euro. In Baden-Württemberg wurde bereits wie versprochen das neue Tariftreue- und Mindestlohngesetz beschlossen. Es darf keinen Wettbewerb auf Kosten der Löhne und Arbeitsbedingungen geben. Öffentliche Aufträge sollen nur noch an tariftreue Unternehmen vergeben werden.
  • Gleichen Lohn für gleiche Arbeit - Frauen verdienen rund 22 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Wir setzen uns für ein bundesweites Entgeltgleichheitsgesetz ein, um systematische Lohndiskriminierung zu beenden.
  • die Regulierung der Leiharbeit und Kampf gegen Schein-Werkverträge - Um Schluss machen mit der Zweiklassengesellschaft sollen Leiharbeit und Schein-Werkverträge begrenzt werden. Sie dürfen nicht länger reguläre Beschäftigung verdrängen. Auch dazu wurde die SPD in Baden-Württemberg bereits im Bundesrat aktiv. Sozial abgesicherte Arbeit muss wieder der Normalfall werden!
 

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